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Archive for the ‘Netz’ Category

2. Onlinephase des Dialog Internet – Ein Resümee

Die zweite Onlinephase des Dialog Internet ist vorüber. Die erste Phase war schon nicht allzu sehr von großen Diskussionen geprägt. Damals war aber auch nur die richtige Fragestellung das Thema. Die eigentliche Diskussion sollte ja in Phase 2 stattfinden.

Dafür war die Beteiligung aber doch sehr zurückhaltend um nicht zu sagen ernüchternd schlecht. Nun darf man bei so etwas natürlich keine allzu großen Erwartungen hegen, was die Wirkung der Diskussion angeht. Dennoch ist das Netz ja eigentlich nicht gerade bekannt dafür, aus Leuten zu bestehen, die mit ihrer Meinung hinterm Berg halten.

Ich für meinen Teil habe das Buch ins Gespräch gebracht und zumindest versucht, darüber zu diskutieren. Mein Vorschlag wurde in einer Rundmal erwähnt und der Thread hat 18 Beiträge. Für eine Diskussion im Netz sind 18 Beiträge reichlich wenig. Zumal aus mir unerfindlichen Gründen die Beiträge af maximal 1000 Zeichen begrenzt sind (inklusive Zitate, Links, Zeilenumbrüche, etc.). Für eine vierwöchige Diskussion ist das gar nichts. Schade. Mal sehen, was die dritte Phase dann bringt.

Aber mal positiv formuliert wurde dadurch das Buch zum ersten Mal tatsächlich irgendwie wahrgenommen. Das ist nicht viel, aber es ist etwas. Wenn ich etwas erreichen möchte, muss eine Diskussion entstehen. Das hier kann nur der Anfang sein, ein kleiner Anfang. Ich merke, ich muss noch mehr tun. Mir fehlt momentan nur noch die Zeit dazu.

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Tod im Netz – Rivva und depub

Auch, wenn ich kaum Zeit zum Bloggen habe, so kann ich über manches doch nicht ganz schweigen. Nur eigentlich würde ich hier lieber Erfolgsmeldungen statt Nachrufe schreiben.

Rivva ist tot – so hallt es durch die Blogosphäre. Manche finden das traurig. Andere stört es nicht. Ich habe Rivva kaum benutzt, fand es aber dennoch sehr interessant und manchmal hilfreich. Schade, dass es nicht mehr existiert. Ich hatte es eigentlich im Buch erwähnen wollen, muss das nun wohl aber streichen.

Ebenso habe ich gerade – etwas spät – bemerkt, dass depub.org ebenfalls ziemlich leblos zu sein scheint. Friedlich eingeschlafen ohne, dass jemand etwas bemerkt hätte. Nach den Domainproblemen war depub.org ja nach depub.info umgezogen. Dann suchten sie nach einem neuen Hoster. Der letzte Tweet datiert sich auf den 10. November letzten Jahres. Mittlerweile scheint es weder debpub.org noch depub.info zu geben. Schade.

Was mich gerade etwas irritiert, dass der Abgang so still war. Das mit der Domain hatte ich noch mitbekommen und ich denke, das geht vielen so. Aber seit wann die Seite nun komplett offline ist, weiß ich nicht und auch eine kurze Suche im Netz findet nur Blog-Artikel über die Domaingeschichte. Sehr merkwürdig das Ganze.

Auch depub.org hatte einen Platz im Buch. Allein schon, weil es ein so schön kontroverser Fall ist, über den sich gut diskutieren lässt. Ich denke, depub.org werde ich deshalb im Buch belassen, muss aber dann wohl aber im Text der momentanen Situation Rechnung tragen und im Präteritum schreiben.

Es wäre nicht das erste Mal, dass tote Projekte wieder in der ein oder anderen Form wieder lebendig werden oder sich zumindest Nachfolger etablieren. Man kann also noch Hoffnung haben, aber momentan sieht es ziemlich düster aus – für Rivva und für depub.

Update: Fast hätte ich es vergessen: Es gibt noch ein anderes Projekt, das in diesem Zusammenhang erwähnt werden sollte: Commentarist, ein Projekt, das von der Idee her Ähnlichkeiten zu Perlentaucher aufweist, hat auch mit ähnlichen Problem zu kämpfen. Aber sind wir mal optimistisch, dass es nicht schon stirbt, bevor es richtig begonnen hat.

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Aufmerksamkeit: Die Währung des Netzes

Money makes the world go around – Geld regiert die Welt. Aber regiert es auch das Netz? Die Autoren der Wikipedia tun ihre Arbeit ohne dafür auch nur einen Cent zu erhalten. Blogger veröffentlichen ihre Texte ohne dass Abonnenten etwas dafür zahlen müssten. Und umgekehrt: Blogger publizieren ohne größere Kosten. Auch Software, Computerspiele, Kunstwerke, Bücher, Musik und Filme werden im Netz produziert ohne dass dies einen wirtschaftlichen Zweck zu erfüllen scheint.

Die Welt scheint Kopf zu stehen. Im Netz funktioniert nichts, wie es sollte. Wie es unser bisheriges Wirtschaftssystem zu fordern scheint. Das Netz funktioniert anders und das wird nur allmählich erkannt. Weiterlesen …

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